• Lohnsteuervorfinanzierung – eine Alternative zum Kredit?

    Lohnsteuervorfinanzierungen sind ein spezielles Segment im Bereich des Konsumentenkreditgeschäfts. Sie werden von Kreditvermittlern und spezialisierten Kreditinstituten angeboten. Der Grundgedanke ist: der Kunde, der eine Lohnsteuererstattung zu erwarten hat, erhält durch den Anbieter einen Barvorschuss. Die später stattfindende tatsächliche Steuererstattung dient dann der Rückzahlung. Mit der Lohnsteuervorfinanzierung kann der oft längere Zeitraum bis zur Auszahlung von Erstattungsansprüchen liquiditätsmäßig überbrückt werden.

    Typische Merkmale

    Lohnsteuervorfinanzierungen sind im Prinzip kurzfristige Kredite. Entsprechend den üblichen steuerlichen Bearbeitungsdauern laufen sie über einige Wochen bis zu ein paar Monaten. Die Kredithöhe orientiert sich an den Erstattungsansprüchen. In der Regel handelt es sich nicht um größere Beträge. Kredithöhen von einigen hundert Euro bis zu mehreren Tausend Euro sind üblich. Manche Anbieter ziehen bei 5.000 Euro eine Grenze. Im Normalfall wird nicht der gesamte Erstattungsbetrag bevorschusst, sondern nur ein prozentualer Anteil – üblich sind 80 bis 85 Prozent.

    Die Lohnsteuervorfinanzierung ist ein normales Kreditverhältnis. Dementsprechend wird auch ein Darlehensvertrag abgeschlossen. Als Sicherheit dienen die Erstattungsansprüche, sie werden an den Kreditgeber abgetreten. Wenn die Erstattung erfolgt, fließt der Betrag daher dem Kreditgeber zu. Ist die Erstattung größer als der zurückzuzahlende Betrag zzgl. Kosten und Zinsen, erhält der Kreditnehmer den Überschuss ausbezahlt.

    Welche Voraussetzungen bestehen?

    Lohnsteuervorfinanzierungen können naturgemäß nur von Personen mit einem nichtselbständigen Beschäftigungsverhältnis in Anspruch genommen werden. In der Regel werden Mindestanforderungen an die Bonität wie Insolvenz- und Pfändungsfreiheit gestellt. Um die Vorfinanzierung zu erhalten, muss der Kunde eine Bescheinigung eines Lohnsteuerhilfevereins oder Steuerberaters über die zu erwartende Steuererstattung vorlegen. Auch die Steuererklärung gehört meist zu den einzureichenden Unterlagen. Da meist ohnehin nicht viel Geld vorhanden ist, bietet sich die Lösung über einen Lohnsteuerverein oder Alternative einen günstige Anbieter, wie www.lohnsteuer-kompakt.de, an.

    Keine Dauerlösung

    Lohnsteuervorfinanzierungen haben einen Preis. Für die Vermittlung bzw. Bearbeitung fallen Provisionen und Gebühren an, außerdem werden Zinsen in Rechnung gestellt. Die Kosten für die Inanspruchnahme eine Steuerberaters bzw. Lohnsteuerhilfevereins kommen hinzu. Der schnellen Verfügbarkeit des Vorschusses und der Liquiditätswirkung steht daher ein Kostennachteil gegenüber. Hinzu kommt der Verwaltungsaufwand. Vor diesem Hintergrund dürften Lohnsteuervorfinanzierungen nur dann in Betracht kommen, wenn keine sonstigen Liquiditätsreserven mehr bestehen. Auf jeden Fall sollten Sie prüfen, ob die Ausschöpfung des Dispo-Limits oder ein normaler Ratenkredit nicht doch unter dem Strich die günstigere Lösung ist. Als Dauerlösung zur Behebung von Liquiditätsengpässen taugen Lohnsteuervorfinanzierungen sicher nicht.

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